Direkt zum Hauptbereich

Ich liebe Hortensien...

und ganz besonders auf meinen Vintagebildern. Die getrockneten Exemplare eignen sich hervorragend als Requisit für meine kleinen 'Zeitreisen', die ich gerne mal unternehme.

Als würde ich in eine andere Welt eintauchen... Ich kann um mich herum alles vergessen, wenn ich einem normalen Porträt, den Hauch von Nostalgie verpasse. An dieser Stelle erwähne ich immer gerne, das es eine Menge Zeit braucht, ein einziges Foto in diesem Stil zu bearbeiten. Für dieses Bild habe ich ca. 1,5 Stunden gebraucht.

Foto einer Dreijährigen im Vintage-Stil - Foto Jana Bath 2018


Jedes Jahr aufs Neue, muss meine Mom die Hortensien aus ihrem Garten heraus rücken. Wenn sie blühen, dann schleiche ich drum herum, wie die Katze um den heißen Brei, wohl wissend, dass meine Mom das NIEMALS erlauben würde, ihren Hortensienbusch in vollster Blüte zu 'entweihen'.

Erst wenn das 'OK' von Frau Bath senior kommt, dann darf ich an die prächtigen Pflanzen und dann werden sie eine ganze Weile von meiner Mom liebevoll getrocknet und mit ordentlich Haarlack versehen. Doch all die Mühe lohnt sich, denn so habe ich jedes Jahr neue Sträußchen, dieser getrockneten, empfindsamen Schönheiten und um so mehr hat es mich erfreut, dass dieses Mäuschen so vorsichtig mit dem 'Gestrüpp' war, als wüsste sie genau, welche Schätzchen sie in der kleinen Hand hält...

Nur einmal stand sie auf ... es brach ein Blättchen ab und sie sammelte jedes Fusselchen auf, brachte mir die Schnipsel und setze sich wieder - um erneut die Blumen zu bewundern.

Herzlichen Dank Ihr Lieben, dass ich dieses herrliche Erlebnis haben durfte, es war wunderschön!!!

Herzlichst Jana

Beliebte Posts aus diesem Blog

Sichtbares Nichts - Gedanken zur Haikufotografie

Wir verlieren Zeit, Dinge, Freunde. Wir erleben Schmerzen durch seelische oder körperliche Wunden, wir leben oder erleben unsere Zeit, je nach Gemütslage. Begegnungen wiederholen sich wie Jahreszeiten, Wunden heilen oft, manchmal auch nicht. Wir erinnern uns an all dies und vergessen, was wir vergessen wollen. Was bleibt? In der Natur wird es deutlich, welchen Platz wir im Großen und Ganzen einnehmen. Einen winzig kleinen, ein µ (My), eigentlich gar keinen. Schau auf eine Wiese. Du schaust unbedeutend hinab und nimmst kaum wahr, was darin passiert. Sie verwandelt sich im Wechsel der Jahreszeiten irgendwann in ein unbedeutendes Nichts um in nächster Generation den Zyklus neu zu beginnen. Alles was war, bleibt nicht dort, nicht einmal ein Fußabdruck oder die Wunden eines Rasenmähers. Die herrlichen Frühlings-und Sommertage schwinden, auch aus unserer Erinnerung und wir vergessen die Unbedeutsamkeit der wenigen Zeit auf der Wiese. Und nicht nur wir vergessen, die Natur vergisst uns ...

Das Streben nach Perfektion

... hat mich nicht nur in meinem Beruf oftmals an die Grenzen geführt. So manches Mal habe ich gezweifelt, gerade als es vor 15 Jahren darum ging, sich selbständig zu machen. Das ständige Streben nach dem perfekten Bildergebnis, dass es so noch nie gab und alles andere übertrifft. Das ist natürlich fotografisch völliger Blödsinn, irgendwer hat irgendwo schon einmal genau dieses Foto so oder etwas anders umgesetzt. Sicher anders, vielleicht besser, vielleicht kreativer - also wieder Grund zum Zweifeln und dem Hinterherjagen nach dem Motiv Null, was dann auch wieder 1.0 oder 6.0 wird. Ich habe Perfektion gefunden, da wo ich sie am wenigsten vermutet habe. In der Natur und einer meditativen Art diese fotografisch zu betrachten. Sozusagen eine fotografische Meditation. Ich suche Motive in meiner Freizeit nur noch sehr selten. Meistens finden sie mich. Das Zauberwort heißt Haikufotografie. Dabei gebe ich dem Betrachter keine Bildaussage vor sondern lasse dem 'Leser' meines Bilde...

Fotos in der Kirche - Mit oder ohne Blitz

Ich möchte gerne darüber berichten, ob mit oder ohne ... da dieses Thema für Gesprächsstoff auf der kirchlichen Trauung am Samstag sorgte ... Blitzen werden Sie ja wohl nicht, denn Sie sind ja Profi-  Begann das Thema mit der Pastorin der vergangenen Hochzeit. Ich antwortete 'Doch natürlich!' Sie war erstaunt. 'Die Profis die ich sonst erlebt habe, tun das nicht?' - Sie schaute verdutzt. 'Das Licht ist doch gut, es scheint so schön durch die Fenster hinein ...' - 'Ja, das stimmt'... , ich nickte versonnen und begann meine Erklärung über ISO, Bildrauschen und Blende. Sie unterbrach, 'Aber Sie blitzen mir nicht ins Gesicht, dann kann ich nichts mehr sehen... !' Ich schüttelte schmunzelnd den Kopf und beruhigte sie 'Nein keinesfalls, nur zur Decke ...' - 'OK' - Das war dann also genehmigt, von ganz oberster Stelle sozusagen. So schönes Licht - das muss doch ausreichen?! OK, ihr Lieben, warum nun ein Blitz, wenn doch ...