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Geschwister

Sie sind nun schon so groß geworden... Fast ein bisschen wehmütig blicke ich in die Vergangenheit, selber Mama eines fast 9-jährigen Sohnes, wohl wissend, dass diese ersten Jahre doch eigentlich viel zu kurz sind ...

Ja, ja ich weiß... in den ersten Babywochen wünscht man sich nichts sehnlicher, als würde der kleine Wüterich, der einem den Nachtschlaf raubt, doch nur schon ein bisschen verständiger sein...
Doch mit dem Überdauern der ersten, anstrengenden Monate beginnt die wunderbare Zeit des Elternseins - mit allen Facetten - und  ehe man sich's versieht, steht schwuppdiwupp eine richtige, kleine Persönlichkeit vor dir. Ich durfte die beiden jedes Jahr um die Weihnachtszeit porträtieren, so konnte ich ihnen fast beim wachsen zusehen.

Und jedes Jahr beeindrucken mich die Zwei auf's Neue ... Dieses Jahr zum Beispiel brachte der 'Große' seine Gitarre mit. Es ist schon etwas besonderes, als Fotografin, beim Arbeiten, ein Ständchen zu erhalten! Und die junge Dame tanzte mir etwas vor und hatte auch keine Angst vor dem großen Ventilator.

Vielen lieben Dank an Mama & Papa der Beiden, ich habe mich wieder riesig über Euren Besuch gefreut ... Natürlich erhaltet auch Ihr ein Dankeschön als 20x30cm Print.jb



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Sichtbares Nichts - Gedanken zur Haikufotografie

Wir verlieren Zeit, Dinge, Freunde. Wir erleben Schmerzen durch seelische oder körperliche Wunden, wir leben oder erleben unsere Zeit, je nach Gemütslage. Begegnungen wiederholen sich wie Jahreszeiten, Wunden heilen oft, manchmal auch nicht. Wir erinnern uns an all dies und vergessen, was wir vergessen wollen. Was bleibt? In der Natur wird es deutlich, welchen Platz wir im Großen und Ganzen einnehmen. Einen winzig kleinen, ein µ (My), eigentlich gar keinen. Schau auf eine Wiese. Du schaust unbedeutend hinab und nimmst kaum wahr, was darin passiert. Sie verwandelt sich im Wechsel der Jahreszeiten irgendwann in ein unbedeutendes Nichts um in nächster Generation den Zyklus neu zu beginnen. Alles was war, bleibt nicht dort, nicht einmal ein Fußabdruck oder die Wunden eines Rasenmähers. Die herrlichen Frühlings-und Sommertage schwinden, auch aus unserer Erinnerung und wir vergessen die Unbedeutsamkeit der wenigen Zeit auf der Wiese. Und nicht nur wir vergessen, die Natur vergisst uns ...

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