Direkt zum Hauptbereich

Der letzte herbstliche Fotokurs

Seufz ... Ach ja. Der Herbst kommt gerade so richtig in Schwung, bei immer noch sommerlichen Temperaturen, trotzdem muss ich den Gruppen-Fotokursen Bye-Bye sagen. Bis zum Frühjahr nächsten Jahres. Dann starten die neuen Fotokurse. In diesem Jahr sind noch vereinzelt Einzel-Coachings buchbar, bitte dafür einfach telefonisch oder per E-Mail die wenigen, freien Termine erfragen.

Mein letzter Fotokurs lief bei herrlichem Wetter und warmer Luft und war für alle ein voller Erfolg. Das Licht an diesem Tag, war ein Traum! Der Fotokurs umfasste 7 Teilnehmer und wir streiften stundenlang durch Wald und Feld. Dabei sind uns reichlich Motive begegnet - allem voran natürlich Spinnennetze. Ich mag zwar keine Spinnen, muss aber gestehen, dass die Netze eine Faszination ausüben, die bei gutem Licht jedes Bild verzaubern. So sahen es auch meine Teilnehmer und gingen furchtlos in den Wald. Auf allen Vieren, auf dem Hintern oder mit der Nase an einem Pilz - ich konnte fast jegliche POsition ausmachen und musste über soviel Körpereinsatz manchmal richtig schmunzeln.

Ein ganz besonderes Highlight an diesem Tag wird mir wohl ewig in Erinnerung bleiben. Alle Teilnehmer versammelten sich um einen verdorrten Stiel, an dem sich es zwei Marienkäfer gemütlich gemacht haben. Wobei 'gemütlich' eine harmlose Beschreibung dafür ist, was wir dort zu sehen bekamen. Herr und Frau Marienkäfer waren total verlovt und konnten eine halbe Ewigkeit nicht voneinander lassen. Alle Teilnehmer mit Kamera im Anschlag versuchten nun die beste Position zu erwischen, um das Liebesspektakel besonders aussagekräftig im Bild festzuhalten. Die Kommentare von uns allen waren ebenso erlebenswert, wie der Liebesakt der Käfer an sich.

Du möchtest mehr Fotopraxis? Dann ist ein Fotowalk genau das Richtige für dich! Informationen zu diesem gemeinschaftlichen Fotospaß findest du hier: Fotowalk mit Fotografin Jana Bath

Eine Teilnehmerin beim Anvisieren eines Spinnennetzes im Gegenlicht
Fotokurs Oktober 2018

Herbstlich umrahmt. Ich bin mir sicher dass die Bewohnerin dieses Netzes sich in dieser malerischen Umgebung pudelwohl fühlt ...

Blätter mit zarten Fäden benetzt ... In diesem Kurs habe ich erläutert, wie Bokeh und Lensflares entstehen.

Die Sonne als Stern - Wie macht man das? Diese Teilnehmerin setzt die Tipps super um.

Motive im Überfluss. Wem das eine Netz nicht gefällt, der sucht ein Neues. Es sind genügend vorhanden.

Am Waldrand entdeckt. Ein Marienkäfer.

Und wieder hat ein Spinnennetz für Interesse gesort.

Hier ging ordentlich die Post ab. Marienkäfer in Love und reichlich 'Spanner' drumherum.

Klick, klick, klick ... unaufhörlich wurde der Auslöser betätigt.So ein verliebtes Marienkäferpärchen sieht man ja auch nicht alle Tage.

Beliebte Posts aus diesem Blog

Haiku-Fotografie. Der Zauber der Leichtigkeit

Die Perfektion die mir inne wohnt, ist wertvoll, hilfreich und bedeutend - für meine Arbeit als Porträtfotografin und Fotocoach. Doch hat Perfektion auch ihre Tücken. Sie treibt dich umher, lässt das Bauchgefühl oftmals im Tiefschlaf und arbeitet kopforientiert.

Ich sehne mich nach einfühlsamer Leichtigkeit und unkompliziertem Sehen. Das habe ich vor Jahren in der Haiku-Fotografie entdeckt und gebe diese fotografische Lebensphilosophie gerne weiter. Gerade neulich berichtete mir eine Fotokursteilnehmerin, drei Monate nach Beendigung des Ganztageskurses, wie heilsam sie die Vermittlung der meditativen Fotografie empfindet. Sie war an einem Burn Out erkrankt und konnte viele Monate ihre Kamera nicht zur Hand nehmen, die ihr Mann ihr liebevoll zum Weihnachtsfest schenkte. Der Haiku-Fotokurs brachte die entscheidende Wendung. 'Nie ging es mir in letzter Zeit besser ...!' schwärmte sie und mich durchfuhr eine Gänsehaut nach der anderen. Meine Serie 'Haiku-allein im Gras' ha…

Sex im Mohnfeld

Heute früh im Botanischen Garten Rostock. Ich war mit meinem Makro auf der Pirsch und hatte plötzlich die pure Sünde vor meiner Linse.

Der Hügel mit dem roten Mohn lockte im strahlenden Sonnenlicht und lud mich ein, ein bisschen näher zu kommen. Fasziniert vom dem sich im Wind wiegenden Mohn und den teilweise verschlungenen Knospen, sah ich mir einige Mohnblüten genauer an. Und was ich da zu sehen bekam, war Hingabe pur.


Im knallroten Mohn liebten sich zwei gepunktete Gesellen auf Teufel komm raus. Da hatte wohl nicht nur mich der Mohn angelockt, sondern diese zwei waren voller Hingabe im Liebestaumel und ließen sich durch nichts stören. Frei und ungezwungen, wie im Tierreich so üblich, gaben sie sich dem Liebesakt hin, dem ich mit meinem 105 mm Sigma Makro interessiert folgte. Hin und wieder machte mir der Wind einen Strich durch die Rechnung, im Nahbereich ist die Schärfe mit nur einem Windhauch Geschichte. Immer wieder justierte ich die Schärfe nach und das Marienkäferpaar in Love …

Haiku Fotografie - allein im Gras

Haiku - eine unkomplizierte Fotokunst. Du musst Kunst nicht studieren, nicht verstehen, sondern nur erleben mit allen Sinnen. So verstehe ich die Haiku - Fotografie.

Hier geht es nicht um den finalen Schuss, stundenlang inszeniert. Hier kommt die Natur zu Wort. Leise und flüsternd. In den Bildern liegt somit eine Zartheit, die den erlebten Moment beschreibt. Meine Zeit, mein Moment, mein Bild.

Ich bin dabei der Zuschauer. Ich beobachte nur. Ich greife nicht ein. Für das gezeigte Bild habe ich stundenlang im Gras, hinter dem Haus meiner Mutter gelegen. Nicht um ein spektakuläres Ergebnis zu erzielen. Ich habe nicht auf monströse Insekten gewartet und auch keine grelle Blüte gesucht. Meine Kamera lag auf dem Boden und ich habe durch mein Makro die Natur bestaunt. Nur hin und wieder habe ich den Auslöser betätigt.

Die schlichten Grashalme haben mich auf eine meditative Reise geführt. Ich fühlte mich geborgen, in einer stillen, unaufgeregten, kleinen Welt. Ich war allein mit mir, meinen T…