Direkt zum Hauptbereich

Raureif

Das Internet hat zu 'RAUHREIF' eine verständliche Erklärung: '...gut sichtbare Kristalle, die sich bei nebligen Frostwetter sichtbar an Pflanzen absetzen...'
Wie schön dies aussieht, vermag natürlich diese Erklärung nicht zu leisten.

Man muss schon ziemlich früh aufstehen, wenn man ihn zu dieser Jahreszeit sehen möchte. Er ist noch relativ schnell verschwunden, denn sobald die Sonne heraus kommt, ist der weiße Zauber auch schon wieder Geschichte.

So war ich am freien Tag letzte Woche bei meiner Mom und habe mir nach einem zeitigen Frühstück meine D850 umgeschnallt und bin mit dem Macro und dicker Unterwäsche hinaus in die Natur. Es war wirklich empfindlich kalt und so war ich froh, dass ich unter meinem Jogger lange Unterwäsche ziehen konnte. Das Fotografieren auf Knien lässt sich bei Macros oft nicht vermeiden und so war es nicht nur feucht, sondern auch richtig kalt. Doch das Frieren hat sich gelohnt.

Ich habe nicht nur den kunstvollen Raureif ablichten können. sondern auch der Natur beim Auftauen zusehen. Ich weiß nicht, was mich mehr fasziniert hat. Wenn die zarten, frostigen Kristalle wieder flüssig werden, bilden sie glitzernde Tropfen und warten nur noch auf das Sonnenlicht um vollständig zu verschwinden.

Ich hoffe auf die nächsten frostigen Tage mit Freizeit und wünsche euch  einen fröhlichen Start in die neue Woche!

Raureif im Morgenlicht - Foto Jana Bath 2019

Einfach mal genauer hinschauen ... Foto Jana Bath 2019

Zarte Kristalle auf Grashalmen - Foto Jana Bath 2019

Wie Puderzucker - Foto Jana Bath 2019

Wenn der Raureif taut ... Foto Jana Bath 2019

Überall funkelt es - Foto Jana Bath 2019
 Ihr wollt professionell zum Fotografieren angeleitet werden? Dann bucht doch einfach einen Fotokurs. Der Link zu meinen Kursen ist HIER. Unter dem Menüpunkt Fotokurse könnt ihr euch in Ruhe umschauen.


Beliebte Posts aus diesem Blog

Newborn Baby Boy 10 Tage

Papa erzähle mir was!  Ich liebe dieses Bild! Es wirkt wie ein 'Gespräch' zwischen dem neugeborenen Sohn und seinem Vater. Ganz vertraulich, innig und wunderschön. Ich habe schon viele Babys porträtieren dürfen aber dieser Schnappschuss lässt mir eine Gänsehaut nach der anderen über den Rücken laufen. Ich mag es, wenn man Bilder interpretieren kann, in sie hineinschauen, weil sie eine Geschichte erzählen. Bei diesem Foto kann man die beiderseitige Liebe zueinander erkennen, der kleine Kerl blickt ganz erwartungsvoll auf Papa, so als wollte er sagen 'Da bin ich! Behüte und beschütze mich und zeige mir die Welt!' - Papa verdeutlicht mit seinem beruhigenden 'Schschscht' --- 'Das hat noch ein bisschen Zeit mein Sohn, erstmal musst du noch wachsen!' Ich glaube ich könnte über dieses Foto eine ganze Liebesgeschichte schreiben. So viel sehe ich darin. Und gleichzeitig eine 'Liebeserklärung' an die Eltern, wir kennen uns schon eine halbe Ewigkei...

CSD in Rostock

Samstag, 21. Juli 2013. CSD - Christopher Street Day in Rostock. Ein buntes Spektakel mit politischem Hintergrund. Gegen 13 Uhr war ich aus Richtung Fotostudio zum Neuen Markt unterwegs. Ich bezog Stellung auf eine der unzähligen Bierzeltgarnituren und beobachtete so das rege Treiben der Anwesenden. Ich hatte bis dato keine Vorstellung was mich auf dem CSD erwarten würde. Meine Berufskollegen und etliche Hobby- und Handyfotografen waren reichlich erschienen, immer auf dem Sprung, im Visier natürlich die buntesten & schrillsten Teilnehmer. Von meinem, ich will mal sagen, strategisch günstigen Platz aus, konnte ich einen Eindruck gewinnen und mir so meine ganz eigenen Gedanken zum Thema machen. Beeindruckt hat mich die Vielzahl der Teilnehmer, ob Alt oder Jung, ob mit Handicap oder ohne, ob schwul, lesbisch, oder hetero... als die Parade losging, schwang jeder die Hüften oder wippte im Takt und alle hatten ihren Spaß. Ob als Zuschauer oder Teilnehmer. jb ...

Perfektionismus ade - Haiku

Hier geht es nicht ums perfekte Foto, es geht um den Moment! Haikufotografie. Je intensiver ich mich mit dem Thema auseinandersetze, umso bewusster (er)lebe ich es. Es ist der Weg, den ich als Fotografin unbewusst immer gesucht habe, es scheint als hätte ich ihn gefunden! Einfach loszugehen, die Kamera dabei, ohne jegliche Vorstellung, was ich eigentlich fotografieren möchte. Für mich ist es Meditation, still, ohne Hektik und Zwang, auf einen Moment zu warten. meinen Moment! Wie jedoch dieser sich darbietet, enthüllt sich meistens erst nach Sichtung der Bilder. Ich staune über das Erlebte, den kleinen, unspektakulären Moment und fühle diesen beim Betrachten der Bilder erneut. Immer und immer wieder. Ein Haikufoto transportiert Gefühle, das Erlebte, mein Herz. Doch Empfangen kann es nur der, der empfänglich ist. Für alle Anderen wird dies immer ein unspektakuläres, manchmal sogar unscharfes Foto bleiben, ohne jegliche Präsenz. Ein Haiku muss ich nicht suchen, es offenbart sich in...