Direkt zum Hauptbereich

Abends in Kühlungsborn

Montagabend, 19 Uhr. Ein abendlicher Ausflug, nach Feierabend ins 30 Kilometer entfernte Seebad Kühlungsborn.

Wenige Urlauber sind noch am Strand, obwohl jetzt erst die schönste Zeit für einen Strandaufenthalt beginnt. Nun besetzen die Möwen hier und da einige Strandkörbe und streiten sich über die Reste, welche der ein oder andere Besucher am Strand hinterlassen hat.
Das Geräusch der Wellen, das Kreischen der Möwen und aus der Ferne ein leises Gespräch ...
Kein lautes Gebrüll mehr, kein Gehämmer vom Einschlagen des Windschutzes und kein nervtötendes Zirpen von der in die Jahre gekommenen Luftpumpe, für diverses Großraumwasserspielzeug.

Übrig für dieses Abend sind, der langsam verwehende Duft von Sonnenmilch, von gebräunter Haut, von Wasser & vertrockneten Algen. Das ist ein Sommerabend an der Küste! Jeder Urlauber, welcher unsere schönen Küsten besucht, sollte sich einmal vom Zauber des Abends am Meer "verführen" lassen.

Ein kurzer Abstecher zum Yachthafen, zwischen diversen Sportbooten, überfüllten Cafès und der Schickeria, bestätigte mich darin, dass ich an so einem traumhaften Abend den leeren Strand bevorzuge und weniger die Turbulenz zwischen scharfen Currywürsten, High Heels und Polo-Shirts mit maritimen Motiven. jb

Kühlungsborn Juli 2013


Unter der Brücke - Seebrücke in Kühlungsborn 2013

Strandkorb-Parade - Kühlungsborn 2013







Footprints in the Sand - Abends printen die Möwen Abdrücke in den Sand

Schreiende Möwe am Strand von Kühlungsborn 2013

Möwe auf Strandkorb - Kühlungsborn 2013






Beliebte Posts aus diesem Blog

Das Streben nach Perfektion

... hat mich nicht nur in meinem Beruf oftmals an die Grenzen geführt. So manches Mal habe ich gezweifelt, gerade als es vor 15 Jahren darum ging, sich selbständig zu machen. Das ständige Streben nach dem perfekten Bildergebnis, dass es so noch nie gab und alles andere übertrifft. Das ist natürlich fotografisch völliger Blödsinn, irgendwer hat irgendwo schon einmal genau dieses Foto so oder etwas anders umgesetzt. Sicher anders, vielleicht besser, vielleicht kreativer - also wieder Grund zum Zweifeln und dem Hinterherjagen nach dem Motiv Null, was dann auch wieder 1.0 oder 6.0 wird. Ich habe Perfektion gefunden, da wo ich sie am wenigsten vermutet habe. In der Natur und einer meditativen Art diese fotografisch zu betrachten. Sozusagen eine fotografische Meditation. Ich suche Motive in meiner Freizeit nur noch sehr selten. Meistens finden sie mich. Das Zauberwort heißt Haikufotografie. Dabei gebe ich dem Betrachter keine Bildaussage vor sondern lasse dem 'Leser' meines Bilde...

Haiku - Entschleunigte Naturfotografie

Die therapeutische Wirkung meiner Fotografie: Ich habe nicht mehr das Gefühl, ständig etwas zu verpassen und den Klick auf den Auslöser als spektakulären 'Schuss' wahrzunehmen. Ich entspanne mich dabei, wenn ich die Natur das Präsentieren überlasse und mich als Beobachter komplett in den Hintergrund stelle. Ich konzentriere mich auf das Wesentliche, den Moment zu genießen und erlebe die Zeit als Ruhepol. Ich erschrecke mich oft über die Hektik drumherum, die verwirten Blicke oder das Unverständnis anderer. Es interessiert mich schon lange nicht mehr, was andere denken, wenn ich auf dem Rasen liege, statt die letzte Blüte des Rhododendrons abzulichten. Was ich da unten im Rasen fotografiere? Für viele eine kleine, unscheinbare Welt, unbeachtet, breitgetreten und alles andere als schön- für mich ein kleines, aufregendes Paradies! Mein Insta Account füllt sich mehr und mehr mit ruhigen Naturmotiven, während andere auf spektakuläre Landschaften zählen oder Bilder von sich sel...

Perfektionismus ade - Haiku

Hier geht es nicht ums perfekte Foto, es geht um den Moment! Haikufotografie. Je intensiver ich mich mit dem Thema auseinandersetze, umso bewusster (er)lebe ich es. Es ist der Weg, den ich als Fotografin unbewusst immer gesucht habe, es scheint als hätte ich ihn gefunden! Einfach loszugehen, die Kamera dabei, ohne jegliche Vorstellung, was ich eigentlich fotografieren möchte. Für mich ist es Meditation, still, ohne Hektik und Zwang, auf einen Moment zu warten. meinen Moment! Wie jedoch dieser sich darbietet, enthüllt sich meistens erst nach Sichtung der Bilder. Ich staune über das Erlebte, den kleinen, unspektakulären Moment und fühle diesen beim Betrachten der Bilder erneut. Immer und immer wieder. Ein Haikufoto transportiert Gefühle, das Erlebte, mein Herz. Doch Empfangen kann es nur der, der empfänglich ist. Für alle Anderen wird dies immer ein unspektakuläres, manchmal sogar unscharfes Foto bleiben, ohne jegliche Präsenz. Ein Haiku muss ich nicht suchen, es offenbart sich in...