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Tierpark Wismar

Ein Sonntag, wie er hätte nicht schöner sein können! Sohnemann und ich, haben nach dem sonntäglichen Frühstück einen Tagesausflug in den Wismarer Tierpark gemacht.

Meine alte Heimatstadt zu besuchen ist ohnehin immer wieder ein Highlight. Im Tierpark war ich jedoch schon über 30 Jahre nicht. Ich staunte nicht schlecht, dass ich in den ehemaligen Bereich der russischen Kaserne einfahren sollte, um zum Parkplatz des Tierparks zu gelangen. Ich erzählte meinem Sohn davon, dass hier früher die russische Kaserne stand und dass es auf dem Berg ein Kaufhaus gab ... Wenn man mal etwas anderes wollte, dann konnte man hierher kommen, musste meistens am Eingang anstehen, um überhaupt hinein zu kommen. Aber für mich war dort das Paradies. Dicke, riesige Bonbons aus Schokolade gab es zu kaufen und mein erster Teddybär, einen ganzen Meter groß, der war auch aus dem russischen Kaufhaus.

Aber zurück zum Tierpark. Wir staunten nicht schlecht, dass hier die Welt noch in Ordnung ist. Keine aufdringliche Parkplatzsuche vorweg, parken und fertig. Sogar ohne Kosten! Der Weg zum Eingang des Tierparks, durch den liebevoll gestalteten Bürgerpark auch ein Erlebnis.

Am Eingang zum Tierpark dann die nächste Freude. Faire Preise! Erwachsene 5,- Euro und Kinder 3,- Euro. Dazu für jeden von uns eine Tüte Wildfutter, je ein Euro, also insgesamt ein Vergnügen von nur 10,- Euro! Ich war angenehm überrascht und so starteten wir fröhlich unseren Besuch.

Gleich am Eingang warteten Rehe auf uns. Ich war diesen scheuen Tieren noch niemals so nahe. Geschweige denn, dass ich jemals eins aus der Hand gefüttert hätte. Dieses Vergnügen sorgte für Gekicher und feuchte Hände. Denn die sonst so scheuen Tiere schlabbern ordentlich das Wildfutter weg. Wir hatten mächtig zu tun, etwas Futter wieder mit nach draußen zu bringen, denn die Rehe nehmen zur Not auch die ganze Tüte.

Das nächste Ziel, die Nandus. Der Zaun ist relativ flach, so dass man auch hier ein sehr nahes Erlebnis hat und mit ein bisschen Glück sogar eine von den wunderschönen Federn, in Griffweite liegt.

Auf dem Weg zu den Präriehunden begegnete uns allerlei Federvieh. Ich zückte die Kamera und streute mit der anderen Hand das Futter aus... Bis mein Sohn ausrief 'Oh Mama gleich beißt dir der Pfau in den Hintern!' Ich lugte noch immer durch die Kamera und konnte keinen Pfau entdecken... Nee, ging ja auch nicht, der stand tatsächlich hinter mir und versuchte etwas Futter aus der Hosentasche zu mopsen...

Mein persönliches Highlight waren die Präriehunde. Ohne Zaun. Auf einer Wiese. Ich hatte mein Makroobjektiv auf der Kamera und saß ganz, ganz nahe am Erdloch der lustigen Gesellen. Und, na klar schaute irgendwann so ein kleiner Kerl hinaus. Sohnemann und ich ließen die Kamera ordentlich arbeiten. Und hier ist das Ergebnis:




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