Direkt zum Hauptbereich

'Und wenn du denkst es geht nicht mehr...

 kommt von Irgendwo ein Lichtlein her!'


Mein Vater hat diesen Spruch so oft weitergegeben und oft konnte ich erleben, dass es tatsächlich so ist. Hier möchte ich allerdings nicht in traurige Sphären hinabsteigen und von dem Schwermut erzählen, welcher uns zeitweilig befällt. 



Eher zielt dieser tiefsinnige Spruch in meinem heutigen Blogbeitrag darauf ab, dass auch zu dunkler Stunde das Licht überraschen kann. Denn eigentlich war ich bereits auf dem Heimweg und hatte die Kamera schon wieder im Rucksack verstaut. Ich ging durch den Park und bestaunte die großen Bäume und grübelte darüber nach, wie alt die wohl sein mögen... Ich sah die einsame Bank, die wenig einladend im dunklen Park stand. Als ich mich ihr näherte, brach der Himmel auf und ein paar Sonnenstrahlen beleuchteten die Szenerie. Als hätte jemand eine mega große Taschenlampe betätigt und diese Spotbeleuchtung genau auf die Bank gerichtet. Und schwupps war die Kamera aus der Tasche geholt und diese Stimmung eingefangen. Hier die Kameradaten für die Interessierten: Nikon D800, Nikkor 70 - 300mm, ISO 400, f 5,6, 1/125s.

Ich erlebe oft in meinen Fotokursen, dass die Teilnehmer sich die Kameradaten notieren und die Szenerie dazu. Ich stehe dem etwas skeptisch gegenüber, denn man kann natürlich nicht die Kamerawerte von einer zu anderen Kamera übertragen (anderes Kameramodell, Objektiv mit abweichender Brennweite oder Lichtstärke etc.). Jede Aufnahme muss der Lichtsituation und dem verwendeten Equipment individuell angepasst werden. Den Einwand einer Teilnehmerin meiner Skepsis gegenüber: 'Aber als Richtwerte ist es doch O.K.?', lasse ich natürlich gelten. 

Wenn die Kameradaten dazu beitragen, dass man diese als Grundwerte übernimmt und vorausgesetzt man weiß auch, an welchen Knöpfen gedreht werden muss, dann ist das völlig in Ordnung. Meine kleine Episode, dass mich ein Freund mal anrief, als er auf Cuba einen Sonnenuntergang bestaunte und mich per Facebook-Messenger fragte, welche Einstellungen er an seiner Kamera vornehmen sollte, zaubert noch immer jedem Teilnehmer ein Lächeln ins Gesicht. Denn in dieser Form kann sich niemand vorstellen, dass man die Daten so vorhersehen kann.

Du möchtest einen Fotokurs buchen? Dann klicke bitte HIER

Beliebte Posts aus diesem Blog

Newborn Baby Boy 10 Tage

Papa erzähle mir was!  Ich liebe dieses Bild! Es wirkt wie ein 'Gespräch' zwischen dem neugeborenen Sohn und seinem Vater. Ganz vertraulich, innig und wunderschön. Ich habe schon viele Babys porträtieren dürfen aber dieser Schnappschuss lässt mir eine Gänsehaut nach der anderen über den Rücken laufen. Ich mag es, wenn man Bilder interpretieren kann, in sie hineinschauen, weil sie eine Geschichte erzählen. Bei diesem Foto kann man die beiderseitige Liebe zueinander erkennen, der kleine Kerl blickt ganz erwartungsvoll auf Papa, so als wollte er sagen 'Da bin ich! Behüte und beschütze mich und zeige mir die Welt!' - Papa verdeutlicht mit seinem beruhigenden 'Schschscht' --- 'Das hat noch ein bisschen Zeit mein Sohn, erstmal musst du noch wachsen!' Ich glaube ich könnte über dieses Foto eine ganze Liebesgeschichte schreiben. So viel sehe ich darin. Und gleichzeitig eine 'Liebeserklärung' an die Eltern, wir kennen uns schon eine halbe Ewigkei...

Perfektionismus ade - Haiku

Hier geht es nicht ums perfekte Foto, es geht um den Moment! Haikufotografie. Je intensiver ich mich mit dem Thema auseinandersetze, umso bewusster (er)lebe ich es. Es ist der Weg, den ich als Fotografin unbewusst immer gesucht habe, es scheint als hätte ich ihn gefunden! Einfach loszugehen, die Kamera dabei, ohne jegliche Vorstellung, was ich eigentlich fotografieren möchte. Für mich ist es Meditation, still, ohne Hektik und Zwang, auf einen Moment zu warten. meinen Moment! Wie jedoch dieser sich darbietet, enthüllt sich meistens erst nach Sichtung der Bilder. Ich staune über das Erlebte, den kleinen, unspektakulären Moment und fühle diesen beim Betrachten der Bilder erneut. Immer und immer wieder. Ein Haikufoto transportiert Gefühle, das Erlebte, mein Herz. Doch Empfangen kann es nur der, der empfänglich ist. Für alle Anderen wird dies immer ein unspektakuläres, manchmal sogar unscharfes Foto bleiben, ohne jegliche Präsenz. Ein Haiku muss ich nicht suchen, es offenbart sich in...

Interview mit Jana Bath

... gestern Abend war es endlich soweit, das Journal, mit dem interessanten Interview mit der WGSH wurde verteilt ... Das Interview selbst hat unglaublich viel Spaß gemacht, die Fragen waren gut gewählt und haben mich teilweise sehr überrascht. Das hat das gesamte Interview für mich zu einem Erlebnis werden lassen und so musste ich erstmals darüber nachdenken, wann ich mein allererstes Foto geschossen habe... Vielen Dank an dieser Stelle an die WGSH für diesen sehr gelungenen Artikel. Ich bin sehr gerne Mieterin bei Euch und meine Kunden & ich, fühlen uns in diesen Räumlichkeiten sehr wohl! jb