Direkt zum Hauptbereich

Mit dem Lensbaby on Tour

Ich hatte für meinen Urlaub mehrere Objektive im Gepäck und weiß nun eigentlich gar nicht mehr warum. Ich hatte nur mein Lensbaby drauf, den gesamten Urlaub hindurch.

Der Effekt, die geheimnisvolle Bildgestaltung und die Leichtigkeit des Fliegengewichts machen einen langen Strandspaziergang zum besonderen Fototrip. Die Schulter tut nicht weh, dank der super Empfehlung meines Berufskollegen Martin, den ihr unbedingt mal auf seinem Blog besuchen solltet. Er nutzt schon lange den Sun Sniper, einen Kameragurt der durch Tragekomfort und Sicherheit glänzt. So zerrt die schwere D850 nicht am Hals und man kann durch schnelles Herablassen und wiederaufnehmen der Kamera wunderbar und frei fotografieren. Wenn dann am schweren Gehäuse der Nikon D850 (ca. 1000g) ein leichtes Lensbaby Objektiv hängt (ca. 280g) lacht das Fotografenherz.

So konnte ich mich nicht entschließen, auch mal mit dem Makro oder dem 24-120 mm loszugehen, ich habe die Leichtigkeit beim fotografieren sehr genossen.
Das Ergebnis sind volle Speicherkarte, alle im geliebten Lensbaby Look. So wurde pro Strandspaziergang die Kreativität ordentlich angekurbelt, denn mit einer Festbrennweite von 50 mm auf der Kamera geht eben nicht jedes Motiv.

In der Jackentasche, immer griffbereit die gerade angeschafften Nahlinsen, mit denen ich auch sehr zufrieden bin. So konnte ich bei Bedarf auch mal näher an das Objekt der Begierde heran rücken.

Durch den Effekt des Lensbaby Sweet 50 sehen xmal fotografierte Motive ganz anders aus und selbst ich war überrascht, was das Objektiv mit der Seebrücke in Sellin 'veranstaltet' hat. Die reichlich oft fotografierte Seebrücke habe ich nun sehr minimalistisch dargestellt, auch wenn das aufgrund der recht pompösen Bauweise kaum möglich ist. Auch der graue und trübe Tag unterstreicht die Wirkung und reduziert das Bild auf seine wesentliche Aussagekraft. Ich liebe es!

Kommt gut durch den Montag.


Seebrücke Sellin, Nikon D850, Lensbaby Sweet 50 - Jana Bath 2020

Seebrücke Sellin, Nikon D850, Lensbaby Sweet 50 - Jana Bath 2020

Seebrücke Sellin, Nikon D850, Lensbaby Sweet 50 - Jana Bath 2020

Der Blick aufs  Meer -  Nikon D850, Lensbaby Sweet 50 - Jana Bath 2020

Schatten -  Nikon D850, Lensbaby Sweet 50 - Jana Bath 2020

Beliebte Posts aus diesem Blog

Haiku - Entschleunigte Naturfotografie

Die therapeutische Wirkung meiner Fotografie: Ich habe nicht mehr das Gefühl, ständig etwas zu verpassen und den Klick auf den Auslöser als spektakulären 'Schuss' wahrzunehmen. Ich entspanne mich dabei, wenn ich die Natur das Präsentieren überlasse und mich als Beobachter komplett in den Hintergrund stelle. Ich konzentriere mich auf das Wesentliche, den Moment zu genießen und erlebe die Zeit als Ruhepol. Ich erschrecke mich oft über die Hektik drumherum, die verwirten Blicke oder das Unverständnis anderer. Es interessiert mich schon lange nicht mehr, was andere denken, wenn ich auf dem Rasen liege, statt die letzte Blüte des Rhododendrons abzulichten. Was ich da unten im Rasen fotografiere? Für viele eine kleine, unscheinbare Welt, unbeachtet, breitgetreten und alles andere als schön- für mich ein kleines, aufregendes Paradies! Mein Insta Account füllt sich mehr und mehr mit ruhigen Naturmotiven, während andere auf spektakuläre Landschaften zählen oder Bilder von sich sel...

Das Streben nach Perfektion

... hat mich nicht nur in meinem Beruf oftmals an die Grenzen geführt. So manches Mal habe ich gezweifelt, gerade als es vor 15 Jahren darum ging, sich selbständig zu machen. Das ständige Streben nach dem perfekten Bildergebnis, dass es so noch nie gab und alles andere übertrifft. Das ist natürlich fotografisch völliger Blödsinn, irgendwer hat irgendwo schon einmal genau dieses Foto so oder etwas anders umgesetzt. Sicher anders, vielleicht besser, vielleicht kreativer - also wieder Grund zum Zweifeln und dem Hinterherjagen nach dem Motiv Null, was dann auch wieder 1.0 oder 6.0 wird. Ich habe Perfektion gefunden, da wo ich sie am wenigsten vermutet habe. In der Natur und einer meditativen Art diese fotografisch zu betrachten. Sozusagen eine fotografische Meditation. Ich suche Motive in meiner Freizeit nur noch sehr selten. Meistens finden sie mich. Das Zauberwort heißt Haikufotografie. Dabei gebe ich dem Betrachter keine Bildaussage vor sondern lasse dem 'Leser' meines Bilde...

Perfektionismus ade - Haiku

Hier geht es nicht ums perfekte Foto, es geht um den Moment! Haikufotografie. Je intensiver ich mich mit dem Thema auseinandersetze, umso bewusster (er)lebe ich es. Es ist der Weg, den ich als Fotografin unbewusst immer gesucht habe, es scheint als hätte ich ihn gefunden! Einfach loszugehen, die Kamera dabei, ohne jegliche Vorstellung, was ich eigentlich fotografieren möchte. Für mich ist es Meditation, still, ohne Hektik und Zwang, auf einen Moment zu warten. meinen Moment! Wie jedoch dieser sich darbietet, enthüllt sich meistens erst nach Sichtung der Bilder. Ich staune über das Erlebte, den kleinen, unspektakulären Moment und fühle diesen beim Betrachten der Bilder erneut. Immer und immer wieder. Ein Haikufoto transportiert Gefühle, das Erlebte, mein Herz. Doch Empfangen kann es nur der, der empfänglich ist. Für alle Anderen wird dies immer ein unspektakuläres, manchmal sogar unscharfes Foto bleiben, ohne jegliche Präsenz. Ein Haiku muss ich nicht suchen, es offenbart sich in...