Direkt zum Hauptbereich

Früher war ich angeln ...

heute nur noch mit dem Papierschiff über den Rasen. Geangelt werden dabei vor allem Blüten und Klee.

'Alles hat seine Zeit' - hat mein Vater immer gesagt. Es hat eine Weile gebraucht, damit ich akzeptieren kann, was nicht veränderlich ist. Zum Beispiel diesen großen Verlust zu verarbeiten und sich dabei auf die schönen Erinnerungen zu konzentrieren. Um Pfingsten herum ist es mir immer besonders wehmütig ums Herz, mein Vater starb so plötzlich und unerwartet im Mai 2015 kurz vor dem Pfingstfest.

Ich habe die Segeltouren mit meinen Eltern immer sehr genossen. Konnte ich während der Tour dem Wasser zuhören, mir den Wind um die Nase wehen lassen und anderen Seglern zuschauen. Meinen Eltern ins gut gebräunte und glückliche Gesicht schauen und das Funkeln in den Augen meines Vaters bestaunen.

So habe ich am Wochenende auf dem Rasen meiner Mutter mir ein eigenes Schiff aus einer alten Buchseite gefaltet. Und beim Arrangieren in Erinnerungen geschwelgt - bäuchlings mit dem Makro vor der Nase. Die Erinnerungen, das kleine Paradies, aus dem wir niemals vertrieben werden können, gilt es zu bewahren und zu behüten.

So fahre ich nun Boot auf dem frisch gemähten Rasen, mit einer wasserbedeckten Mohnblüte, die aussieht als hätte jemand eine Angel ausgeworfen und bin glücklich. Fehlt nur noch das Rauschen der Wellen. Aber mit viel Fantasie erledigt das der Wind, der leise durch den Rasen pfeift ...

Habt alle einen schönen Herrentag und nehmt euch Zeit für Family und Co! Und den Herren wünsche ich einen wundervollen Vatertag! Eure Jana

Memories - Eine Bootstour mal anders - Fotografin Jana Bath 2019


#memories #ernnerungen #fotostudio_rostock #fotokurs #fotoschule #rostock

Beliebte Posts aus diesem Blog

Haiku-Fotografie. Der Zauber der Leichtigkeit

Die Perfektion die mir inne wohnt, ist wertvoll, hilfreich und bedeutend - für meine Arbeit als Porträtfotografin und Fotocoach. Doch hat Perfektion auch ihre Tücken. Sie treibt dich umher, lässt das Bauchgefühl oftmals im Tiefschlaf und arbeitet kopforientiert. Ich sehne mich nach einfühlsamer Leichtigkeit und unkompliziertem Sehen. Das habe ich vor Jahren in der Haiku-Fotografie entdeckt und gebe diese fotografische Lebensphilosophie gerne weiter. Gerade neulich berichtete mir eine Fotokursteilnehmerin, drei Monate nach Beendigung des Ganztageskurses, wie heilsam sie die Vermittlung der meditativen Fotografie empfindet. Sie war an einem Burn Out erkrankt und konnte viele Monate ihre Kamera nicht zur Hand nehmen, die ihr Mann ihr liebevoll zum Weihnachtsfest schenkte. Der Haiku-Fotokurs brachte die entscheidende Wendung. 'Nie ging es mir in letzter Zeit besser ...!' schwärmte sie und mich durchfuhr eine Gänsehaut nach der anderen. Meine Serie 'Haiku-allein im Gras' ...

Kleine Schule Makrofotografie

'Ich möchte so gerne Makro fotografieren!' - So oder ähnlich höre ich es oft, wenn meine Fotoschüler den Einsteigerkurs 'Arbeiten im M-Modus' erfolgreich absolviert haben. Doch ganz oft fehlt es nötigem Hintergrundwissen um in diesen faszinierenden Bereich der Fotografie einzusteigen. 'Meine Kamera hat 'ne Makrofunktion' , auch diesen Satz habe ich schon sehr oft gehört und zeitgleich wird mir die kleine Kompaktkamera präsentiert, die geheimnisvolle Makrofunktion gewählt und etwas missmutig mitgeteilt: 'Aber irgendwas stimmt damit nicht, die Bilder sind immer unscharf!' Um Makro zu verstehen, sollte man zunächst mal ergründen, was ein Makrofoto eigentlich ist. Nicht jede einzeln fotografierte Blüte oder der Käfer den man auf einem Foto erstmal suchen muss, ist eine Makroaufnahme. Ganz simpel erklärt: Wenn das Motiv (ein Käfer, ein Schmetterling, ein Blütenteil) im Kamerasensor genauso groß abgebildet wird, wie in Natura vorhanden (Abbildungsmaßs...

Regen. Das Konfetti des Himmels

 Man mag ihn oder eben nicht. Ich bin eher die Sonnenanbeterin aber so ganz ohne Regen gehts ja auch nicht! Fotografisch gesehen ist das ein kleines Highlight. Man sucht sich einen halbwegs trockenen Platz oder setzt sich unter einen Regenschirm. Und dann bestaunt man das Ganze mit der Kamera. Durch den Sucher. Und erfreut sich an der Einfachheit dieses Schauspiels. Große Tropfen, kleine Tropfen, lange und kurze. Einfach ein bisschen mit der Belichtungszeit spielen und schauen was passiert. Dann noch entsprechend die Blende anpassen, damit so ein traumhaftes Bokeh entsteht und du hast ein perfektes Bild gemacht. Du hast von alledem nichts verstanden? Dann brauchst du einen Fotokurs ! Unbedingt!!! Kann doch nicht sein, dass die Wassertropfen jedesmal unbemerkt und ohne fotografisches Ergebnis an dir vorbei tropfen. Das genaue Hinschauen und die Zeit mit dir und deiner Kamera kann dich zu einer tiefen Entspannung führen. Glaubst du nicht? Probiere es aus und staune.