Direkt zum Hauptbereich

Review Fotokurs 'Digitale Fotografie'

Review

Am vergangenen Samstag war ich als Dozentin an der Volkshochschule Bad Doberan zum Thema 'Einführung in die digitale Fotografie' tätig.
Der beliebte Kurs war bis auf den letzten Platz ausgebucht und alle Teilnehmer hatten natürlich auch ihre digitale Spiegelreflexkamera oder Systemkamera dabei.

Inhalt des Kurses 'Einführung in die digitale Fotografie'


Um ein Verständnis dafür zu erlangen, warum wir die Kamera fortan im manuellen Modus bedienen sollten, ist eine gründliche Einweisung nötig. Natürlich ist es für den Erfolg des Kurses auch sehr wichtig, die Wünsche der Teilnehmer mit einfließen zu lassen. Was der einzelne Fotokurs-Teilnehmer gerne vor der Linse hat und wie das Bildergebnis zukünftig aussehen soll, wird bereits in der Vorstellungsrunde besprochen.

Nach grundlegenden Hinweisen zum Umgang mit der Kamera und welchen Zubehör ein Anfänger braucht, geht es auch schon an die Einleitung zur Arbeit mit dem manuellen Modus der Kamera.
Begriffe wie ISO, Blende und Belichtungszeit sind ab sofort keine Fremdworte mehr.

Nach und nach sehe ich an der aufgelockerten Mimik und der Fröhlichkeit beim Praxistest, wie sich das Verhältnis zwischen dem einzelnen Fotokurs-Teilnehmer und seiner Kamera ändert. Denn nur wer sich mit seiner Technik beschäftigt und gewillt ist, seine Kamera zu verstehen, wird auch schöne Bilder anfertigen können.

Wie intensiv und nachhaltig so ein Fotokurs bei mir ist, könnt ihr an der nachfolgenden E-Mail erkennen, die mir heute früh eine Teilnehmerin sendete.

Fotokurs und Fotowalk Ergebnisse

Zitate aus einer E-Mail einer Teilnehmerin mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung der Bilder:

Betreff: 'Schau mal meine Sonne an'
Hallo Jana. Ich habe ein bisschen rumprobiert und bin mächtig stolz! Blende 32! So eine schöne sternförmige Sonne! Bei uns wachsen draußen Orchideen ...Bildaufbau nicht der Burner, aber den Bokeheffekt find ich schon ganz gut dafür dass ich das erst vor 5 Tagen bei dir gelernt habe '

Diese E-Mail am heutigen Freitagmorgen hat mein Fotografenherz höher schlagen lassen! Mit nur einem Fotokurs ist es der Teilnehmerin möglich, das Kreativwerkzeug Blende effizient einzusetzen. Sie achtet zudem auf einen harmonischen Bildaufbau und erkennt auch, wenn dies noch nicht so gelungen ist. Auch der Begriff 'Bokeh' ist hängengeblieben. WHOW! Herzlichen Glückwunsch!

Wenn ihr euch für meine Fotoshootings interessiert, dann besucht mich doch auf meiner foto-bath.de Seite. Bis gleich!






Die nächsten Fotokurse der VHS Bad Doberan könnt ihr hier nachlesen.

Beliebte Posts aus diesem Blog

Haiku - Entschleunigte Naturfotografie

Die therapeutische Wirkung meiner Fotografie: Ich habe nicht mehr das Gefühl, ständig etwas zu verpassen und den Klick auf den Auslöser als spektakulären 'Schuss' wahrzunehmen. Ich entspanne mich dabei, wenn ich die Natur das Präsentieren überlasse und mich als Beobachter komplett in den Hintergrund stelle. Ich konzentriere mich auf das Wesentliche, den Moment zu genießen und erlebe die Zeit als Ruhepol. Ich erschrecke mich oft über die Hektik drumherum, die verwirten Blicke oder das Unverständnis anderer. Es interessiert mich schon lange nicht mehr, was andere denken, wenn ich auf dem Rasen liege, statt die letzte Blüte des Rhododendrons abzulichten. Was ich da unten im Rasen fotografiere? Für viele eine kleine, unscheinbare Welt, unbeachtet, breitgetreten und alles andere als schön- für mich ein kleines, aufregendes Paradies! Mein Insta Account füllt sich mehr und mehr mit ruhigen Naturmotiven, während andere auf spektakuläre Landschaften zählen oder Bilder von sich sel...

Das Streben nach Perfektion

... hat mich nicht nur in meinem Beruf oftmals an die Grenzen geführt. So manches Mal habe ich gezweifelt, gerade als es vor 15 Jahren darum ging, sich selbständig zu machen. Das ständige Streben nach dem perfekten Bildergebnis, dass es so noch nie gab und alles andere übertrifft. Das ist natürlich fotografisch völliger Blödsinn, irgendwer hat irgendwo schon einmal genau dieses Foto so oder etwas anders umgesetzt. Sicher anders, vielleicht besser, vielleicht kreativer - also wieder Grund zum Zweifeln und dem Hinterherjagen nach dem Motiv Null, was dann auch wieder 1.0 oder 6.0 wird. Ich habe Perfektion gefunden, da wo ich sie am wenigsten vermutet habe. In der Natur und einer meditativen Art diese fotografisch zu betrachten. Sozusagen eine fotografische Meditation. Ich suche Motive in meiner Freizeit nur noch sehr selten. Meistens finden sie mich. Das Zauberwort heißt Haikufotografie. Dabei gebe ich dem Betrachter keine Bildaussage vor sondern lasse dem 'Leser' meines Bilde...

Perfektionismus ade - Haiku

Hier geht es nicht ums perfekte Foto, es geht um den Moment! Haikufotografie. Je intensiver ich mich mit dem Thema auseinandersetze, umso bewusster (er)lebe ich es. Es ist der Weg, den ich als Fotografin unbewusst immer gesucht habe, es scheint als hätte ich ihn gefunden! Einfach loszugehen, die Kamera dabei, ohne jegliche Vorstellung, was ich eigentlich fotografieren möchte. Für mich ist es Meditation, still, ohne Hektik und Zwang, auf einen Moment zu warten. meinen Moment! Wie jedoch dieser sich darbietet, enthüllt sich meistens erst nach Sichtung der Bilder. Ich staune über das Erlebte, den kleinen, unspektakulären Moment und fühle diesen beim Betrachten der Bilder erneut. Immer und immer wieder. Ein Haikufoto transportiert Gefühle, das Erlebte, mein Herz. Doch Empfangen kann es nur der, der empfänglich ist. Für alle Anderen wird dies immer ein unspektakuläres, manchmal sogar unscharfes Foto bleiben, ohne jegliche Präsenz. Ein Haiku muss ich nicht suchen, es offenbart sich in...